DER WABE-VORSTAND SAGT DANKE!

Sonntag, 22. März 2020

Liebe Familien, liebe Eltern, liebe Mitarbeiter*innen

normalerweise betreuen wir in 24 Kindertageseinrichtungen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern fast 3.000 Kinder. Dazu kommen noch eine Internationale Schule und einige Betreuungsangebote im Schulbetrieb. Das ist unser Alltag.

Seit kurzem aber gibt es diesen Alltag so nicht mehr. Grund ist die Lage rund um das Coronavirus. Das Coronavirus ist eine Pandemie, die nicht nur unser Gesundheitssystem auf eine harte Belastungsprobe stellt, sondern auch unsere Gesellschaft, unsere Gemeinschaft, unser Miteinander.

Nicht dass es Epidemien oder Pandemien noch nicht gegeben hätte. Aber eben nicht für uns. Für Sie und mich, für unsere Kinder. Dass der Ausnahmezustand Unsicherheit, Unbehagen oder sogar Furcht auslöst, ist verständlich und nachvollziehbar. Angst aber ist kein guter Ratgeber.

Wir sollten uns darauf besinnen, gelassen und überlegt zu reagieren. Das Beste aus dieser Situation zu machen. Dazu gehört, den Anweisungen und Handlungsempfehlungen zu folgen, um dabei mitzuhelfen, dass sich das Virus nicht so schnell verbreiten kann. Zum anderen können wir in unserem Umfeld dafür sorgen, dass unser Alltag trotzdem möglichst gut weiterlaufen kann.

Unsere Aufgabe als Bildungsträger und Kitabetreiber besteht jetzt darin, in unseren Einrichtungen die Betreuung der Kinder zu gewährleisten, deren Eltern im Bereich Versorgung und kritische Infrastrukturen arbeiten. Alle unsere Kitas werden offengehalten und sind bereit zur Notbetreuung.

In der Krise erweist sich, was in Menschen steckt. Und wir sind sehr froh darüber zu sehen, dass gerade jetzt unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über sich hinauswachsen. Wir erleben persönliches Engagement und Umsicht, Eigenverantwortung und weitsichtige Entscheidungen. Improvisation und Ideen sind gefragt, ein optimistischer Blick und Pragmatismus.

Wir sind sehr stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie sie diese Situation bewältigen.

Wir erleben zudem viel Herzlichkeit im Umgang miteinander. Ob im Gespräch mit Kolleg*innen oder im Gespräch mit Eltern – wir spüren, dass unsere Schicksale miteinander verbunden sind, dass wir es nicht allein schaffen, dass Zuspruch wichtig ist – auch wenn dazwischen zwei Meter Abstand sind.

Keinen Abstand können und wollen wir zu unseren Kindern haben.

Auch wenn wir davon ausgehen können, dass Kinder vom Coronavirus nicht besonders stark betroffen sind, weil sie wenig oder wenig ausgeprägte Symptome haben, so dürfen wir doch nicht vergessen, dass Kinder ein sehr feines Gespür dafür haben, Unsicherheiten in ihrer Umgebung wahrzunehmen.

Es ist unsere Verantwortung und unsere Aufgabe, für unsere Kinder da zu sein: ihre Fragen zu beantworten, ihnen eine Normalität zu bieten, ihnen gemeinsame Zeit zu schenken.

Ein freier Tag zuhause ist schön, auch zwei Tage. Das kennen wir vom Wochenende. Aber die ganze Familie zuhause, parallel Homeoffice und nicht die üblichen Verabredungen oder Sport- und Musiktermine – das wird schnell auch zur Belastung. Deshalb werden wir jetzt über unsere Homepage Ideen und Anregungen für diese neue Situation anbieten.

Außerdem sind wir bei Fragen, Sorgen und Nöten jederzeit erreichbar.

Wir sind da. Und wir bleiben da. Alles Gute und bleiben Sie gesund!

Ihre Gabriele Gramann und Marcel Graff
Geschäftsführender Vorstand WABE e. V.

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